Weitere Unterstützung gesucht

In Eibach und Maiach gibt es derzeit 3 Unterkünfte für Geflüchtete.

Überall finden Deutschkurse statt, die von Ehrenamtlichen angeboten und durchgeführt werden. Damit dies noch häufiger möglich ist, wäre es sehr schön, wenn sich noch  Helfer fänden, die das Deutsch-Team verstärkten.

Wir arbeiten im Wesentlichen mit den Materialien des Hueber-Verlages und gehen spielerisch vor. Das Wichtigste für unsere „Schülerinnen und Schüler“  ist dabei der Bezug  zu ihrem Alltag. Wir ermutigen die Menschen dazu, Deutsch vor allem viel zu sprechen und die Sprache in einer freundlichen Atmosphäre zu üben.

Und nicht zuletzt lernen die Schülerinnen und Schüler durch den regelmäßigen Kontakt im Deutsch-Unterricht unsere für sie fremde Welt besser kennen und verstehen.

Eine Anzahl  Kinder  in den Unterkünften  hat noch keinen Kindergartenplatz oder ist jünger als drei Jahre.  Für diese Kleinen ist die Kinderbetreuung durch Helferkreis-Teams (jeweils 2 Personen)  ein Lichtblick im tristen Alltag, den wir leider bisher mangels „Personal“ viel zu wenig anbieten können. Dabei sind freundlich ausgemalte und mit kindgerechtem Mobiliar ausgestattete Räume sowie ausreichend gutes Spielmaterial vorhanden. Wäre es nicht eine schöne ehrenamtliche Aufgabe, diesen Kleinen, die sooo viel schon sehen und erleben mussten,  1 – 2 Stunden die Woche zu schenken und dadurch zusätzlich vielleicht den Müttern zu ermöglichen, am Deutsch-Unterricht teilzunehmen?

Das Deutsch-Team um Sandra Steifer und das Kinderbetreuungsteam um Heike Schreiber würden sich über Verstärkung durch Sie riesig freuen. Wenn Sie noch Fragen haben oder sich entschlossen haben zu helfen, schreiben Sie uns unter kontakt@helferkreis-eibach-maiach.de oder rufen Sie an unter 0911 9291 9146 (Anrufbeantworter). Unsere Team-Koordinatorinnen Sandra oder Heike melden sich bei Ihnen.

Probieren Sie es mal mit ehrenamtlicher Hilfe! Es ist gar nicht schwer. Und unsere netten Teams helfen zusammen und helfen anderen.  Sie werden spüren, wie viel Dankbarkeit Sie erfahren und wie befriedigend diese Arbeit ist. 

BEGLEITUNG UND UNTERSTÜTZUNG BEI DER INTEGRATION

DANKE für Willkommen und Erstausstattung „gestern“.
Dringend nötige Hilfe „heute“:

Ausstattung mit dem Nötigsten war bei Einzug in den Unterkünften in Eibach-Maiach angesagt und konnte dank der überwältigenden Spendenbereitschaft der Menschen in unserem Stadtteil und darüber hinaus schnell erfolgen. Heute stehen unsere neuen Nachbarn vor vielfältigen Herausforderungen. Wo finde ich einen Kindergartenplatz? Wie geht Wohnungssuche in Deutschland? Was erwartet z.B. ein Vermieter? Wer hilft den Kindern bei den Hausaufgaben oder gibt Nachhilfe? Wie finde ich den richtigen Facharzt? Mit diesen und anderen Alltagsproblemen sind unsere neuen Stadtteilbewohner konfrontiert.

Es sind überwiegend junge Menschen, Familien oder Mütter mit Kindern, die bei uns wohnen und froh sind, wenn jemand ihnen Tipps und Hilfestellung gibt, damit sie sich schnell einleben können (ca. die Hälfte der Bewohner sind Kinder und Jugendliche bis 25 Jahre).

Im Helferkreis Eibach-Maiach haben Sie die Möglichkeit, sich mit Ihren ganz persönlichen Fähigkeiten und mit der Stundenzahl, die Sie schenken möchten, für die Integration von Geflüchteten einzubringen.

Wir freuen uns über Unterstützung bei:

  • Hilfe beim Lesen von Behördenbriefen
  • Begleitung zum Arzt oder Amt
  • Tipps von Eltern für Eltern
  • Unterstützung im Alltag
  • Café International
  • Orientierung im Stadtteil
  • Kleiderkammer und Basar
  • Kinderbetreuung
  • Deutschkurse (strukturiert)
  • Deutschpraxis im Gespräch (einzeln oder Runde)*
  • Hausaufgabenhilfe (einzeln)
  • Nachhilfe (einzeln)
  • Wohnungssuche
  • Website-Pflege
  • Übersetzen in Arabisch, Russisch, Oromo, Farsi etc.
  • Fahrradwerkstatt*
  • Sport (einzeln und in Gruppe)*
  • Musik/Tanz/Gesang*

*bisher noch keine Aktivitäten

Damit der Start leicht fällt, können Sie z.B. einfach einmal eine/n unserer Helfer/innen begleiten.

Sie möchten mehr erfahren?

Schreiben Sie einfach an kontakt@helferkreis-eibach-maiach.de oder hinterlassen Sie uns eine Nachricht auf unserem Anrufbeantworter 0911 / 9291 9146. Wir rufen Sie gerne zurück.

Dank und Begegnung

„So etwas hätte ich im Sommer 2014 nicht zu träumen gewagt!“ so Michael Kraus, Vorsitzender des Vorstadtvereins Eibach-Maiach in seinem Grußwort zum Begegnungsabend im Gemeindesaal St . Johannis am 13.1.2017.  Damals beim Informationsabend des Sozialamtes der Stadt Nürnberg und des Vorstadtvereins erfuhr die Bevölkerung unserer Stadtteile zum ersten Mal etwas über die Belegung des Hotels am Hafen in Maiach mit Flüchtlingen.  … Und die Reaktionen waren ausgesprochen ablehnend und sehr negativ. Dass aus den wenigen Personen, die nach Ende des Abends zusammen standen, um  über Hilfe für Flüchtlinge nachzudenken, so ein großer und aktiver Helferkreis werden würde, war überhaupt nicht abzusehen!

Zum ersten Mal trafen sich mehr als 50 aktive Helferinnen und Helfer –  nein, diesmal nicht, um Aufgaben zu verteilen und Probleme zu lösen, sondern um sich untereinander besser kennenzulernen und einfach einmal einen gemütlichen Abend miteinander zu verbringen.

Zu Beginn informierten die Leiterinnen der einzelnen Teams darüber, was bisher in den verschiedenen Themenbereichen so los war und was geplant ist. Die Themen sind breit gefächert –  vom Begegnungscafé „Café International“ über die Kleiderkammer und Sachspenden, Kinderbetreuung, Deutschunterricht, Nachhilfe, medizinischer Beratung, Hilfe-Sprechstunden, Arbeits-/Ausbildungsplatzunterstützung, Unterkunftsbetreuung, Begleitung zu Amt/Arzt  bis hin zu Einzelprojekten wie Kochen, Garten oder Sport.

All die Leute persönlich zu treffen, mit denen man vorher nur per Mail oder Telefon Kontakt hatte, war für alle einmal wichtig. Und Helfen macht einfach Freude und bereichert. Diese positive Stimmung konnte man im evang. Gemeindesaal richtig spüren. Die vielen Helfer tragen dazu bei, dass unser Stadtteil  stärker geworden und enger zusammen gerückt ist.

Auch das abwechslungsreiche Buffet aus den mitgebrachten Leckereien und die von den beiden Eibacher Kirchengemeinden gespendeten Getränke sorgten für einen wirklich gelungenen Abend. Ein Abend auch des herzlichen Dankes an alle, die sich in irgendeiner Form für Geflüchtete in unserem Stadtteil engagieren.

Renate Hacker

für das Organisationsteam des Helferkreises Eibach-Maiach

Wenn Sie mithelfen wollen, nehmen Sie mit uns Kontakt auf unter kontakt@helferkreis-eibach-maiach.de oder sprechen Sie uns auf die Mailbox Tel. 0911 9291 9146. Wir rufen Sie zurück.

Verständnis geht durch den Magen

1. Kochabend erfolgreich

Nach knapp zwei Monaten Planungsphase ist es endlich so weit. Am Samstag den 29.10. trifft sich das Team (das aus 8 Ehrenamtlichen unterschiedlichsten Alters und Kochkünsten besteht) vor dem Eingang der Gemeinschaftsunterkunft Wertachstraße. Bereits die Personalausweise gezückt hoffen wir nicht allzu lange im Check-In der Security verweilen zu müssen. Glücklicherweise verläuft alles schneller als gedacht.

Und schon gilt es die nächste Hürde zu nehmen. Etliche Kisten mit Kochutensilien und Zutaten müssen in den zweiten Stock verfrachtet werden. Dank dem – dort existierenden Aufzug und starken Helfern ist diese Aufgabe ebenso ohne Probleme bewältigt. Bereits beim Vorbereiten des Esszimmers erhalten wir Besuch. Einige neugierige Nasen werden zur Tür hineingesteckt.
„Was macht ihr da? Was passiert da?  – Ich glaub, da gibt es Essen, lecker!

So müssen wir auch gar nicht unser – vorher zurechtgelegtes – Konzept anwenden von Tür zu Tür zu gehen und zu motivieren. Es läuft wie am Schnürchen.

Bevor er losgehen kann werden wir, das Team, erst einmal mit leckerem Kaffee verwöhnt. Es folgt eine kurze Einleitung. Dann kann es bereits losgehen.Bald ist der Raum voll und überall wird tüchtig geschnippelt, gewürzt und abgeschmeckt. Die ersten leckeren Gerüche ziehen vorbei und die Vorfreude steigt. Der Kindertisch bereitet den Obstsalat zu und ist dabei nicht zu stoppen. Bald türmt sich ein gigantischer Obstsalat auf unserem Tisch – Aber lecker war er!

Auch wenn am Ende das Timing einige Macken aufwirft und die Nudeln mit Rote-Bete-Sauce schon etwas weich geworden sind, weil sie auf die herausbratenden Sellerieschnitzel warten mussten, ist es doch ein alles-in-allem schmackhaftes Abendessen geworden. Während dem Verspeisen unserer sechs Gerichte ergeben sich interessante Gespräche. Eine kleine Gruppe aus Aserbaidschan ist bereits mit der Planung des nächsten Themenabends beschäftigt und diskutiert über die schmackhaftesten Gerichte, die es sich zu kochen lohnt. Am Nachbartisch wird bekräftigt, dass die irakische Küche nicht zu toppen sei und ihr deshalb auch logischerweise ein Themenabend gewidmet werden muss. Wir, die acht Ehrenamtlichen, sitzen dazwischen, erschöpft aber glücklich und freuen uns, dass unser Vorhaben ein Erfolg geworden ist.

Wir, das Team, möchten uns noch für die Unterstützung unseres Projekts bedanken. Zum einen möchten wir der Gemeinde der Johanneskirche danken, die uns mit einer Gemüsespende aus dem Erntedankgottesdienstes unterstützt hat. Auch möchten wir den ehrenamtlichen Deutschlehrerinnen der Wertachstraße danken, dass sie uns ihre Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt haben wir haben auch brav wieder aufgeräumt. Und danke auch der Leitung der Gemeinschaftsunterkunft Wertachstraße, die dem Pilot-Kochabend zugestimmt hat. Alle Köche und Köchinnen waren am Abend platt, aber erfüllt von dem Gefühl einer wunderbaren Begegnung zwischen Einheimischen und neuen Nachbarn. Fortsetzung folgt!

Zur Reflexion des ersten Abends und weiterführenden Planung des Projekts trifft sich das Kochteam am Freitag, den 18.11. im Cafe International im Gemeindehaus der Johanneskirche in Eibach.

Interessenten, die gerne auch ein Teil des Kochteams werden wollen, sind herzlich eingeladen.

Jannika Brunner (für das Koch-Team)

Verständnis geht durch den Magen

gemeinsam-kochen2

gemeinsam-kochen1Kochen macht Spaß, ist gesellig und verbindet. Das Projekt „Verständnis geht durch den Magen“ schafft durch gemeinsames Kochen und kulturellen Austausch Verständnis füreinander. An einzelnen Nachmittagen/Abenden (Termine werden gemeinsam festgelegt) steht jeweils ein Land im kulinarischen Mittelpunkt – z. B. Syrien, Armenien oder Äthiopien und viele andere, aber auch Franken bzw. Deutschland.

Der Termin unseres ersten Abends mit der Überschrift „Erntedank„ ist der 29.10.2016 ab 16:00 Uhr.
Eine Anmeldung ist dringend notwendig!
Bei Interesse wenden Sie sich per Facebook Gruppe: „Verständnis geht durch den Magen„ oder per E-Mail an Janika Brunner.

Ehre wem Ehre gebührt…

Unser Ministerpräsident gab vor Monaten die Richtung vor: „Das Ende der Willkommenskultur ist notariell besiegelt“.
Hinterbänkler und Beamte zogen zwischenzeitlich nach.

Tag der offenen Tür in der neuen Unterkunft in Maiach

In einem umgebauten Gewerbegebäude in der Isarstraße 12 ist eine neue Unterkunft bald bezugsfertig. Vor der Eröffnung lädt die Stadt Nürnberg alle Nachbarn aus Eibach und Maiach zu einem Tag der offenen Tür.

Am 11.08.2016 ab 16.30 Uhr

stehen das Sozialamt mit Leiter Dieter Maly und seinen Mitarbeiter(innen), Verantwortliche der AWO sowie die Polizei für Ihre Fragen zur Verfügung.

Hier geht´s zum Einladungsschreiben

Spaßfaktor riesig – Ergebnis unwichtig

Herrliches Wetter (nicht zu heiß), Boden nach dem Regen doch rechtzeitig abgetrocknet, quirlige Jungs (auf beiden Seiten: alt wie jung) und Einsatz hoch drei.

Klar, wovon ich rede:  vom Fußballspiel der Flüchtlingsmannschaft der DJK Eibach (nennt sich DJK Duali, heißt international) gegen die alten Herren der DJK (zeitweise unterstützt durch ein paar ihrer Kinder, so kam es mir jedenfalls vor, ohne die Männer persönlich zu kennen).

2 x 30 Min. haben gereicht – vor allem den Spielern, die grade den Ramadan einhalten. Nichts essen, nichts trinken, aber Fußball spielen – auf diese Jungs hat Trainerin Claudia Haas besonders aufgepasst und sie rechtzeitig ausgewechselt.

Ein großes Spielfeld aufgemalt, die verschiedenen Spielpositionen markiert, darunter die teilweise immer noch recht schwierigen Vornamen der Spieler aufgeschrieben – und dann mit Hilfe der lautstark übersetzenden Spieler auf der Bank Auswechslungen und taktische Anweisungen vornehmen. Respekt Claudia !!

Wie grade auch bei der EM zu sehen und zu spüren: Fußball verbindet und Abklatschen ist internationale Gepflogenheit.

DJK Duali - DJK Eibach AH_beim Abklatschen

 

DJK Duali 18-06-2016

Vielleicht schaffen Sie es, beim nächsten Fußballspiel der DJK Duali einmal zuzuschauen. Die Freude der jungen geflüchteten Männer wird auch Sie anstecken. Den nächsten Spieltermin erfahren Sie wieder auf unserer Website, im Café International oder auf den Websites der Kirchengemeinden.

(Bilder: DJK Eibach)

Kleine neue Unterkunft in Eibach (Rötenbeckstraße)

Wie wir aktuell erfahren haben, wird es in Eibach in der Rötenbeckstraße eine kleine neue Unterkunft für Asylbewerber geben. Die Belegung des Hauses mit maximal 17 Personen (geplant sind Familien mit/ohne Kinder) wird wahrscheinlich schon nächste Woche beginnen. Die Stadt Nürnberg hat das BRK mit der Betreuung der überschaubaren Einrichtung betraut. 

Es wird keine Informationsveranstaltung geben und eine Veröffentlichung im Mitteilungsblatt sowie in den Gemeinde-/Pfarrbriefen ist erst mit den nächsten Ausgaben (August/September) möglich. Deshalb möchten wir Sie über die Unterkunft auf diesem Wege direkt informieren. Wir bitten Sie um ein freundliches Willkommen für die neuen Bewohner im Stadtteil. 

Da es sich um eine kleine Einrichtung mit nur wenigen Bewohnern handelt, bietet sich hier für eine/n engagierte/n Helfer/in die Chance, von Beginn an mit den Menschen in Kontakt zu kommen,  ihre Bedürfnisse zu erfahren und Vertrauen aufzubauen. In Zusammenarbeit mit der Betreuerin des BRK und mit den Möglichkeiten unseres Helferkreises wollen wir den Menschen die Eingewöhnung in der neuen Umgebung erleichtern und   – wo nötig –  unterstützen.  

Wäre das nicht eine interessante Aufgabe für SIE?  Unsere erfahrenen Helfer stehen Ihnen gerne zur Seite.  Wenn Sie sich diese spannende, ehrenamtliche Aufgabe vorstellen können, nehmen Sie einfach Kontakt mit uns auf unter kontakt@helferkreis-eibach-maiach.de.

Wir freuen uns auf SIE in unserem Helferteam.

2. offizielles Fußballspiel der DJK Duali

Flüchtlingsmannschaft der DJK Eibach spielt gegen die Alten Herren der DJK

Sie sind mit Begeisterung seit November 2015 dabei  –  nahezu 20 junge Männer, die im vergangenen Jahr im „Camp Turnhalle Schulzentrum Südwest„ untergebracht waren und denen die DJK eine sportliche Heimat bot.

Im Rahmen des Familienfestes der DJK Eibach am Samstag 18.6.2016 tritt die „Duali„ (=international)-Mannschaft um 13.15 Uhr auf dem Sportplatz der DJK gegen eine Auswahl der  „Alten Herren„ der DJK an. Wer das 1. Spiel des Flüchtlingsteams bei Schnee und Regen im Dezember letzten Jahres gesehen hat, freut sich in jedem Fall auf die Partie am Samstag. Es ist war einfach überwältigend, die Freude und Begeisterung und das Engagement der jungen Männer zu erleben. In der Zwischenzeit ist die Mannschaft unter der Trainer-Regie von Claudia Haas sicher noch mehr zusammengewachsen und noch besser geworden.

„Wir freuen uns auf jeden Zuschauer.„  Originalton Claudia Haas

Also  –  wir sehen uns am Samstag um 13.15 h auf dem DJK-Sportplatz und lassen uns von der Freude der jungen Flüchtlinge anstecken !!!!

 

Dank und Adieu

Rummelsberger Dienste verlassen Eibach

Am vergangenen Freitag feierte die Clearingstelle der Rummelsberger ein buntes Abschiedsfest in der Pommernstraße. Seit 2014 waren zwei Gruppen für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in den Räumlichkeiten des Berufsbildungswerkes für Hör- und Sehgeschädigte untergebracht. Im Juli endet diese gut gelingende Kooperation aufgrund des Eigenbedarfs im bbw.

Alle ehemaligen Jugendlichen sowie Mitarbeiter, Praktikanten, Ehrenamtliche, Vormünder und sonstige Beteiligte waren am 3. Juni  eingeladen, um noch einmal zusammen beim Grillen, Spielen, Lachen und Tanzen auf eine schöne und manchmal auch turbulente Zeit zurückblicken zu können. Die Resonanz war überwältigend und so hat sich der Aufwand der Jugendlichen, die zwei Tage mit der Zubereitung eines afghanischen und arabischen Festmahls beschäftigt waren, richtig gelohnt.

Besonders schön war die Teilnahme zahlreicher ehemaliger Jugendlichen, die ihre Zeit in Eibach nicht vergessen hatten. Es wurde sichtbar welch enge (und für die jungen Neuankömmlinge wichtigen) Beziehungen zu den Mitarbeitern, Freiwilligen und den Bewohnern des BBW entstanden sind. Noch einmal wurde deutlich, dass die Clearingstelle, die ab August im Nürnberger Osten neue Räumlichkeiten beziehen wird, in Eibach ein gut aufgebautes Netzwerk verlässt. Viele Ehrenamtliche aus der Nachbarschaft, organisierte Spenden des Helferkreises sowie spezifische Angebote der Vereine aus der Umgebung haben den Alltag der Clearingstelle und vor allem den der Jugendlichen erleichtert und bereichert. Ein besonderer Dank geht auch an die unkomplizierten und nicht nachtragenden  Arztpraxen, Apotheken sowie sonstigen Gewerbe, die für uns eine echte Unterstützung waren.

Wir bedanken uns für die schöne Zeit in Eibach und werden diese bestimmt immer in guter Erinnerung behalten.

Bild und Text: Leonie Neukamm, Rummelsberger Diakonie, Clearingstelle Eibach

Integration durch Engagement

Die zahlreichen Facetten der Sehnsucht

Kunstprojekt in der Gustav-Adolf-Gedächtniskirche

 vom 29.05. – 19.06.2016 mit Hasan Bryiez

 Wer kennt das nicht, die Sehnsucht nach einem langen kalten Winter auf einen schönen Frühlingstag, nach einer arbeitsreichen Zeit den Wunsch nach einem angenehmen Urlaub, die Sehnsucht nach einem lieben Menschen oder auch die Sehnsucht nach seiner Heimat. Sehnsucht kommt vom Mittelhochdeutschen – „sensuht – eine schmerzliche Krankheit. Sehnsucht überschreitet immer das Bestehende, sie zielt über die Realität, über das Endliche hinaus.

Sehnsucht kann einen Energie geben, sie kann einen aktivieren und dies haben 12  Künstler aus der Region genutzt und interpretieren eindrucksvoll ihre Art von  Sehnsucht. Der Bogen der künstlerischen Darstellungen spannt sich von Skulpturen, Fotografien, Videofilmen über Ölbilder bis hin zu Objekten und Collagen.

Einer der beteiligten 12 Künstler ist Hasan Bryiez, ein 28-jähriger Syrer aus Damaskus, der nach seiner lebensgefährlichen Flucht über die Ägäis sprichwörtlich in der Turnhalle des Schulzentrums Südwest gestrandet war. Von Anfang an hat er sich engagiert eingebracht –  sei es mit seinem Dank beim Kriegerdenkmal im letzten November oder z. B. als Security beim großen Andrang in unserer Kleiderkammer.  Viele Eibacher, die Hasan als weltoffenen, sympathischen und hilfsbereiten jungen Mann kennengelernt haben, kamen deshalb zur Vernissage des Kunstprojektes am 29. Mai. Hasan Bryiez zeigt in eindrucksvollen und künstlerischen Fotos seine Sehnsucht nach seiner Heimat, der Millionenstadt Damaskus, die das kulturelle und religiöse  Zentrum des Orients ist.

Wer mehr über Hasan erfahren möchte: Ein Künstlergespräch mit ihm findet am 11.6.2016 um 16:00 Uhr in der Gustav-Adolf-Gedächtniskirche statt. Nähere Informationen gibt es bei Frau Pfrn. Sigrid Klever, die federführend dieses Kunstprojekt initiierte, www.lichtenhof.de

Die Kunstausstellung ist noch bis 19.06.2016 in der Gustav-Adolf-Gedächtniskirche (neben dem Südstadtbad) zu besichtigen, täglich geöffnet von 16:00 – 19:00 Uhr.

Mehr Fotografien von Hasan Bryiez, auch seine aktuellen von Nürnberg, gibt es unter: https://web.facebook.com/h.bryiez.photography  oder  https://www.flickr.com/photos/hasanbryiez/

Text und Bild:  Barbara Geyer

 

Helfer helfen ehrenamtlich und kostenlos – die Rechnung stellt der Staat.

In Erlangen-Höchstadt wurden jetzt die Leistungen an Flüchtlinge um nahezu 40,- € monatlich gekürzt (Leistungsbescheid für Mai 2016).

Warum? Weil ehrenamtliche Helfer und Spender in einer Flüchtlingsunterkunft ein kostenlos nutzbares WLAN zur Verfügung gestellt haben.
Wohlgemerkt – der Staat hat weder zur Bereitstellung beigetragen, noch irgendwelche Kosten übernommen.

In der uns vorliegenden Begründung des Bescheides vom Landratsamt Erlangen-Höchstadt heißt es: „Werden der Unterkunft vor Ort als solcher Spenden zur Verfügung gestellt, werden diese für die staatliche Gewährung der Sachleistungen durch die jeweilige Einrichtung herangezogen.“
Und im Falle einer Sachleistung entfällt die ersatzweise zu leistende Geldleistung.

Der Fall hat bereits zu einer Welle von Protesten geführt. Sollte es bei dem Abzug bleiben, der insgesamt fraglich, in seiner Höhe aber geradezu absurd ist, werden die Helfer und Spender den zur Verfügung gestellten WLAN-Zugang wohl wieder abschalten. Zahlreiche Einsprüche gegen die Bescheide werden erwartet, die geprüft werden müssen. Klagen gegen die Bescheide sind zu erwarten. Selbst wenn der Abzug einer juristischen Prüfung stand halten würde, wäre er hinfällig, sobald die Helfer ihr WLAN wieder deaktivieren, was sie jederzeit tun können, und was andernorts bereits geschehen ist. Neue Bescheide ohne Abzug sind dann erforderlich. Ein immenser bürokratischer und juristischer Aufwand, der mit Sicherheit mehr kosten wird, als das Geld, das sich der Staat an den Flüchtlingen sparen kann. Aus unserer Sicht erfreulich ist, dass nicht alle regional zuständigen Beamten der Aufforderung des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Soziales nachkommen, einen solchen Abzug vorzunehmen und regional auf höchster Ebene versucht wird solche Abzüge zu vermeiden.

Wir sind besorgt, dass obige Regelung auch bei anderen Leistungen Ehrenamtlicher zu Abzügen führen könnte. Werden einer Einrichtung (dem Betreiber oder dessen Erfüllungsgehilfen, der Bezirksregierung, der Stadt, der AWO etc.) z. B. Sportgeräte, Fahrräder, Lebensmittel oder andere Spenden zur Verteilung an die Flüchtlinge übergeben, dann könnte es geschehen, dass dies als Sachleistung bewertet und die entsprechende Geldleistung gekürzt wird.

Als Konsequenz sollten Helfer genau prüfen, inwieweit ihre Hilfe vor Ort in der Unterkunft bereit gestellt wird, denn in diesem Fall könnte sie zu einem Abzug bei den Geldleistungen für die Flüchtlinge führen. Das könnte nicht nur bei der Bereitstellung eines WLAN, sondern z.B. auch bei der Verteilung von Kleiderspenden in den Einrichtungen der Fall sein oder sogar, wenn Lebensmittel oder andere Sachleistungen wie Sportgeräte oder Fahrräder der Unterkunft überlassen werden.

Wir Helfer im Helferkreis Eibach-Maiach werden darauf achten, dass unsere Hilfe in einer Art und Weise erbracht wird, dass sie absehbar nicht zu einem Abzug bei den Geldleistungen an Flüchtlinge führen wird.
Wir sind uns darin einig, dass wir diesen Abzug nicht für angemessen halten, wobei die Emotionen und Interpretationen verschiedener Helfer naturgemäß verschieden ausfallen.

Weitere Informationen zum aktuellen Fall finden Sie auf der Webseite der Flüchtlingsinitiative Eckental e.V.