„Zwei für jeden ist ja wohl selbstverständlich!“

….. sagt sich so leicht!  Aber 500 Masken nähen, damit jede/r Geflüchtete in Eibach und Maiach auch eine Maske zum Wechseln hat, ist eine Wahnsinnsleistung!  Innerhalb weniger Wochen konnten die ca. 200 Geflüchteten in der Anker-Dependance Wertachstraße und die ca. 40 Bewohner der städtischen Unterkunft in der Isarstraße mit selbst genähtem Mund-/Nasenschutz, sog. Community-Masken, versorgt werden.  Dafür ein ganz großes DANKESCHÖN an alle fleißigen und begabten Näherinnen/Spenderinnen.

„Zutaten“ wie Stoff und Gummi gepaart mit Zeit, Lust und Geschick  –  und wenn Nachschub gebraucht wurde, hat mal eben jemand 200 m Gummi im Rekordtempo beschafft. Ein wahnsinnig beeindruckendes Potential der Unterstützung in unserem Stadtteil und im Helferkreis! Wir legen in diesen Tagen noch eine kleine Masken-Reserve für Bewohnerwechsel oder Zugänge an, können aber die Aktion „Masken für Geflüchtete“ damit vorerst abschließen. Sollte hier wieder Bedarf entstehen, melden wir uns.

Liebe Helferinnen und Helfer,  Ihr wart und seid einfach 

g r o ß a r t i g  !!!

Wenn die Corona-Situation sich auch bezüglich Zugang zu Geflüchteten-Unterkünften oder Helfertreffen entspannt, freuen wir uns schon heute auf gute Begegnungen.

Bis dahin seid herzlich gegrüßt und bleibt gesund!

Renate Hacker

für das Orga-Team des Helferkreises

Aufkleber auf Masken Isarstraße, da wir die Masken über die Briefkästen verteilen mussten.

Wenn alle Masken tragen, schützen wir uns gegenseitig !

Und selbstverständlich sind die Geflüchteten Teil unserer Gesellschaft.

Wer allerdings in einer ANKER-Dependance lebt, dem fehlen einfach die finanziellen Mittel, sich ausreichend mit Masken zum Wechseln und Waschen zu versorgen. Nachdem Bewohner von ANKER-Dependancen Essen und Körperpflegemittel erhalten, bleibt ihnen nur ein kleines Taschengeld für ihre ganz persönlichen Bedürfnisse.

Der Helferkreis hat deshalb vor 2 Wochen dazu aufgerufen, Community-Masken für Flüchtlinge zu nähen. Wir sind überwältigt, wie viele Helferinnen und Helfer dem Aufruf gefolgt sind und   – zum Teil nach langer Zeit –  das Nähen wieder entdeckt haben. Anleitungen aus dem Internet gab es ja zuhauf. „Nach ein paar Versuchen macht es mir jetzt richtig Spaß!“ – so eine Helferin. Unsere Helferin Hanne (siehe Bild) meinte „Ich hab jetzt grad Zeit und auch das Material“ und nähte doch sage und schreibe 116 Masken. Das Team der Malteser um Integrationslotse Pascal Fellinger mobilisierte aus dem engeren Umfeld tüchtige Näherinnen und trug mit einem ordentlichen Packen Masken dazu bei, dass der Helferkreis bereits wenige Tage nach Eintritt der Maskenpflicht für jede/n der ca. 200 Bewohner/innen der ANKER-Dependance Wertachstraße eine selbst genähte Maske zur Verfügung stellen konnte.

Ein besonderer Dank gilt auch zwei Helferinnen, die uns zum einen Einmal-OP-Masken und zum anderen Einmal-Masken für Kinder in ausreichender Menge gespendet haben. Hilflos fühle ich mich, wenn ich an die Flüchtlingslager auf den griechischen Inseln denke. Umso froher bin ich, dass wir es hier vor Ort wieder einmal geschafft haben, Geflüchtete zu unterstützen. Wir haben damit ein sichtbares Zeichen von Respekt gesetzt und sie dadurch auch wissen lassen, dass wir uns um sie sorgen  –  ganz wichtig gerade in Corona-Zeiten, in denen Helfer nicht in Flüchtlingsunterkünfte rein dürfen.

Worüber ich besonders glücklich bin, ist, dass unsere Helferinnen nicht nachlassen zu nähen. Wie ist es bei Ihnen zuhause?  Natürlich habe ich, haben vermutlich auch Sie,  eine Maske zum Wechseln. Macht ja auch Sinn, wenn eine in der Wäsche ist oder auf der Leine zum Trocknen hängt, darf ich trotzdem nicht „ohne“ mit dem Bus fahren oder Einkaufen gehen. Ich freue mich auf viele weitere Masken, die wir (aus Gerechtigkeitsgründen) übergeben, wenn wir wieder genug für ALLE haben.

Auf dem Bild sieht man die Übergabe der 1. Masken-Charge an den Leiter der ANKER-Dependance Wertachstraße. Er hat sich sehr über unser Engagement gefreut und auch den Dank des Bezirks Mittelfranken an uns übermittelt.

Dieser Dank und die Anerkennung gelten euch, liebe Helferinnen und Helfer, für diese großartige  – aber noch nicht abgeschlossene –  Leistung.

Passt auf euch und eure Lieben auf und bleibt gesund!

Renate Hacker

für das Orga-Team des Helferkreises

Spendenbedarf zum Jahresbeginn

  • Mädchenkleidung für Babys und Neugeborene ab Größe 50/56
  • Kinderschuhe alle Größen
  • Sportschuhe für Herren, Damen und Kinder
  • Rucksäcke
  • Bettwäsche

Abgabe:    Bitte gut erhalten und sauber

immer dienstags von 17.00 bis 18.30 Uhr  (außer an Feiertagen)

in unserer Kleiderkammer, Pommernstraße  

Fahrräder für Groß und Klein gesucht

Kinderfahrräder 24 und 20 Zoll (Felgendurchmesser 61 bzw. 51 cm)
(für Mädchen und Jungen)

Erwachsenen-Räder für Männer

Sicher kennen Sie das: die Kinder wachsen, das Kinderrad ist mit der Zeit zu klein.
So geht es auch einigen Kindern in den Asylbewerber-Unterkünften in Eibach und Maiach.
Die ersten Räder wurden Ende 2015 gespendet. 2 ½ Jahre später sind die Kinder ihren Rädern entwachsen.
Diese Räder werden vom Helferkreis für jüngere Kinder vorgesehen, die älteren Kinder würden sich aber sehr freuen, wenn sie ein größeres Rad bekämen.

Vielleicht haben Sie ja eines im Keller oder in der Garage, das nicht mehr passt.

Im Rahmen unserer Helferkreis-Fahrrad-Aktion suchen wir bis zum Sommer auch Erwachsenen-Räder (hauptsächlich für Männer), fahrtüchtig und technisch nach den aktuell gültigen Straßenverkehrsregeln ausgestattet. Kleinere Mängel können von uns behoben werden.

Ganz herzlichen Dank im Voraus dafür, dass Sie an uns denken und dem Helferkreis Ihr Rad für unsere Geflüchteten überlassen!

Abgabe: Terminvereinbarung per E-Mail kontakt@helferkreis-eibach-maiach.de
oder sprechen Sie auf unseren Anrufbeantworter unter 0911 9291 9146

BEGLEITUNG UND UNTERSTÜTZUNG BEI DER INTEGRATION

DANKE für Willkommen und Erstausstattung „gestern“.
Dringend nötige Hilfe „heute“:

Ausstattung mit dem Nötigsten war bei Einzug in den Unterkünften in Eibach-Maiach angesagt und konnte dank der überwältigenden Spendenbereitschaft der Menschen in unserem Stadtteil und darüber hinaus schnell erfolgen. Heute stehen unsere neuen Nachbarn vor vielfältigen Herausforderungen. Wo finde ich einen Kindergartenplatz? Wie geht Wohnungssuche in Deutschland? Was erwartet z.B. ein Vermieter? Wer hilft den Kindern bei den Hausaufgaben oder gibt Nachhilfe? Wie finde ich den richtigen Facharzt? Mit diesen und anderen Alltagsproblemen sind unsere neuen Stadtteilbewohner konfrontiert.

Es sind überwiegend junge Menschen, Familien oder Mütter mit Kindern, die bei uns wohnen und froh sind, wenn jemand ihnen Tipps und Hilfestellung gibt, damit sie sich schnell einleben können (ca. die Hälfte der Bewohner sind Kinder und Jugendliche bis 25 Jahre).

Im Helferkreis Eibach-Maiach haben Sie die Möglichkeit, sich mit Ihren ganz persönlichen Fähigkeiten und mit der Stundenzahl, die Sie schenken möchten, für die Integration von Geflüchteten einzubringen.

Wir freuen uns über Unterstützung bei:

  • Begleitung zum Arzt oder Amt
  • Tipps von Eltern für Eltern
  • Unterstützung im Alltag
  • Orientierung im Stadtteil
  • Kleiderkammer und Basar
  • Kinderbetreuung
  • Deutschpraxis im Gespräch (einzeln oder Runde)*
  • Hausaufgabenhilfe (einzeln)
  • Nachhilfe (einzeln)
  • Wohnungssuche
  • Sport (einzeln und in Gruppe)*
  • Musik/Tanz/Gesang*

*bisher noch keine Aktivitäten

Damit der Start leicht fällt, können Sie z.B. einfach einmal eine/n unserer Helfer/innen begleiten.

Sie möchten mehr erfahren?

Schreiben Sie einfach an kontakt@helferkreis-eibach-maiach.de oder hinterlassen Sie uns eine Nachricht auf unserem Anrufbeantworter 0911 / 9291 9146. Wir rufen Sie gerne zurück.

Hilfe zur Selbsthilfe unterstützen

Bereis seit 2001 existiert der Verein „Refugees Emancipation e. V„ der Internetcafés und Internetzugänge für Flüchtlinge in Berlin einrichtet. Der Verein ist aus der Initiative ehemaliger Flüchtlinge hervorgegangen und, was ich besonders toll finde, integriert erfolgreich Flüchtlinge in die Vereinsarbeit.

Unterstützenswert findet auch das Linuxhotel diesen Verein, weshalb man sich dort entschlossen hat, bis zu einem Gesamtbetrag von 10000 € alle Spenden, die bei der Spendenkampagne für den Refugees Emancipation e. V. zusammen kommen, zu verdoppeln.

Wenn Sie also für einen gemeinnützigen Verein spenden möchten, in dem Flüchtlinge selbst aktiv sind und sich selbst wirkungsvoll Hilfe verschaffen, dann finden Sie auf der Seite des Linuxhotel weitere Informationen über die Aktion..

Spendenbedarf: Was wird gebraucht?

Unser Helferkreis ist keine allgemeine Annahmestelle für Sachspenden, da wir nur begrenzte Lagermöglichkeit haben und  nur auf spezielle Anforderung unserer Eibacher/Maiacher Einrichtungen Sachspenden „besorgen„.

Die folgende Liste umfasst den uns aktuell gemeldeten Sachspendenbedarf von Bewohnern der Flüchtlingseinrichtungen in Nürnberg Eibach und Maiach.

Bedarf an Sachspenden

  • Nass-/Trockensauger
  • Sportschuhe für Klein und Groß
  • Trainingsanzüge für Klein und Groß (besonders gesucht für Männer)
  • Teppiche für Wohnräume Gemeinschaftsunterkunft (Betonfußboden sehr kalt)
  • Laptops, die noch zum Skypen mit der Familie zuhause verwendet werden können
  • BILDERbücher (nichts textlastiges) für die Altersgruppe 1 – 8 Jahre (auch einfache Bilderlexika)
  • Kinderwägen für Babies
  • Buggies für Kleinkinder
  • Einkaufsroller oder Trolleys*
  • richtig großer Kochtopf
  • für einzelne Asylbewerber, die grade eine Wohnung gefunden haben (Bedarf nicht immer vorhanden):
  • Grundausstattung Wohnung (bitte per E-Mail oder Telefon den aktuellen Bedarf abfragen)*
  • Fernsehgerät incl. Fernbedienung (wenn möglich mit Sat-Receiver/FB)

* Bitte nehmen Sie hierfür Kontakt mit uns auf unter kontakt@helferkreis-eibach-maiach.de

–  alle Sachen bitte sauber und gut erhalten bzw. funktionsfähig

Für Sportschuhe/-Kleidung, sonstige Kleidung (keine großen Größen), Schuhe, etc. beachten Sie bitte unsere separaten Beiträge zum Thema Kleiderkammer unter der Rubrik „Bedarfe„.

Bitte liefern Sie keine Spenden direkt bei den Unterkünften ab!

Und was ist mit Geldspenden?

Der Helferkreis ist keine Institution und kein Verein, sondern ein loser Zusammenschluss freiwilliger Helfer. Wir können deshalb selbst keine Geldspenden entgegennehmen und natürlich auch keine Spendenquittungen ausstellen. Hier finden Sie die Kontaktdaten mit Bankverbindung der Einrichtungen in unserem Stadtteil.

Falls Sie anstelle einer Geldspende etwas kaufen möchten, empfehlen wir folgende Artikel:

  • VGN-Tickets (Tageskarten, Streifenkarten) für Flüchtlinge, die sich keine Monatskarte leisten können

 

Sportkoordinator

Wir suchen ein Organisationstalent mit guten Verbindungen zu den örtlichen Sportvereinen in Eibach und Maiach. Ziel ist es, ein offenes Sportangebot für die Flüchtlinge auf die Beine zu stellen. Dabei geht es gar nicht darum, sie sofort zu Vereinsmitgliedern zu machen. Schnupperangebote, Sportarten kennen lernen, Menschen mit den gleichen sportlichen Interessen treffen… darauf läuft´s hinaus.