Wir stehen zusammen!

Dank an unsere Helfer-Kolleginnen und -Kollegen aus Ziegelstein

Schon seit 11 Jahren gibt es – organisiert von der Stadt Nürnberg, Stabsstelle Bürgerschaftliches Engagement – eine gute Vernetzung innerhalb der Flüchtlingshilfe. Hier geht es insbesondere um Austausch von Erfahrungen und Information, aber auch Überlassung von Material.

Seit Jahren klappt das u.a. wunderbar zwischen unserem Helferkreis und dem Arbeitskreis Flüchtlinge Ziegelstein. Da die Flüchtlingsunterkunft in der Rathsbergstraße geschlossen wird, hat uns der Arbeitskreis viele tolle Spielsachen für unsere Kinderbetreuung in der Wertachstraße überlassen.

Ganz herzlichen Dank den lieben Ziegelsteinern – besonders im Namen der Kinder in den ANKER Dependancen in Eibach und Maiach.

Zauberkurs im Anker

In der ANKER Dependance Wertachstraße besuchte ein Zauberer die Kinder. Alle waren aufgeregt und fasziniert und übten so lange begeistert bis sie die Tricks selber vorführen konnten.

Ein spannender Nachmittag!

Wir danken dem Referat für Jugend und Familie der Stadt Nürnberg für die Förderung.

Der Nikolaus kommt – 2025


Aufgeregt und gespannt warteten alle Kinder, dass der Nikolaus an ihre Zimmertüre klopft. Ein paar haben es nicht ausgehalten und haben vorher schon ganz neugierig um die Hausecke gespitzt und die Eingangstüre beobachtet.

Als sich dann der Bischof Nikolaus mit seinem Helfer Knecht Rupprecht von Zimmer zu Zimmer auf den Weg machte, gab es nur glückliche Gesichter.

Eine Tüte mit Obst, Nüssen und Süßigkeiten, dazu noch ein kleines dem Alter entsprechendes Geschenk zauberte in jedes Kindergesicht ein strahlendes Lächeln.

Die Kinder haben als Dankeschön Bilder gemalt und wollen so die Freude, die sie empfangen haben, in die Herzen der Spender zurückgeben.

Ein ganz herzliches DANKESCHÖN für die zahlreichen und liebevoll gepackten Spenden-Tüten des Hauses für Kinder in Eibach, der Grundschulen in Oberasbach, das viele Obst, die Nüsse und Süßigkeiten von EDEKA Eckerlein, die Spenden der Firmlinge und Konfirmanden und der Naturfreunde Eibach.

Wir danken auch allen Freundinnen und Freunden, allen Spenderinnen und Spendern und allen Helferkolleginnen und -kollegen, die unseren Helferkreis das ganze Jahr über durch ihren unermüdlichen Einsatz und ihre Gaben unterstützt haben.

Einen besinnlichen Advent, ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest und ein glückliches, gesundes und friedliches Neues Jahr 2026 Ihnen allen!

Renate Hacker

Nikolaus-Aktion 2024

Ein ganz herzliches DANKESCHÖN für die zahlreichen und liebevoll gepackten Spenden-Tüten des Hauses für Kinder in Eibach, das viele Obst und die Nüsse von EDEKA Eckerlein sowie  die Einzel- und Geldspenden zu unserer Nikolaus-Aktion für die Kinder in den beiden ANKER-Dependancen in Eibach und Maiach.

O-Ton unserer leitenden Kinderbetreuerin dort: 

„Die Kids waren von den Nikolaus-Tüten wirklich begeistert!“

Da wir keine Foto-Aufnahmen von Personen im ANKER machen dürfen, gibt es leider von der Übergabe an die Kinder keine Bilder. Beim Kinderbetreuungsnachmittag am Freitag, den 6. Dezember, haben die Kinder verschiedenen Alters dafür ein von Herzen kommendes DANKESCHÖN gebastelt. In der Mitte des Bildes mit den Scherenschnitt-Sternen bedanken sich die Großen in fünf Sprachen für die Geschenke.

Die Vorschul-Kinder sagen mit den Klebebildern ebenfalls herzlichen Dank.

Möge die Freude, die sie den 106 geflüchteten Kindern mit ihrer Gabe bereitet haben, in ihre Herzen zurück fließen.

Nikolaustüten mit Süßem und kleinem Spielzeug

Wir danken allen Freunden:innen und Spendern:innen und allen Helferinnen und Helfern unseres Helferkreises für ihre Gaben und ihren unermüdlichen Einsatz das ganz Jahr über und wünschen noch einen schönen Advent, ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest und  ein glückliches, gesundes und friedliches Neues Jahr 2025.

10 Jahre Helferkreis Eibach-Maiach                      

Erinnern Sie sich an den Sommer 2014? Damals erfuhren wir im Stadtteil davon, dass zum ersten Mal Geflüchtete nach Eibach und Maiach kommen werden.

Schon nach der ersten Information über die Neuankömmlinge in unserem Stadtteil fand sich eine ganze Anzahl von hilfsbereiten Menschen zusammen, die die Geflüchteten bei Ankunft, Asylsuche und Eingewöhnung im neuen Land  unterstützen wollte.  Diese wunderbare Hilfsbereitschaft startete mit dem Einsatz für die unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge in der Pommernstraße und setzte sich in weiteren Flüchtlingsunterkünften wie in der Eibacher Hauptstraße, dem Hotel am Hafen in Maiach, Isarstraße, Rötenbeckstraße, Donaustraße und nicht zuletzt der Wertachstraße fort.

Die größte Herausforderung war wohl zu Beginn die Belegung der Schulturnhalle SSG/PHR mit ca. 400 Menschen innerhalb weniger Tage, wo wir mit Ausgabe Essen und Versorgung mit Kleidung und Schuhen extrem gefordert waren. Das war dann der Start unserer Kleiderkammer, deren Räumlichkeiten uns dankenswerterweise kostenlos von Regens Wagner in der Pommernstraße zur Verfügung gestellt wurden. Von anfangs stürmischer Kleiderabholung geregelt durch Security bis zur Zusammenstellung von Spendenpaketen (heute über QR-Code-Anfrage und Abgabe im ANKER-Zentrum) haben auch unsere Helferinnen und Helfer ganz verschiedene Möglichkeiten der materiellen Unterstützung durchlebt und ausprobiert.

Schon in den ersten Tagen nach Ankunft der Geflüchteten im sog. Camp (Schulturnhalle SSG/PHR) fand durch engagierte Eibacher/MaiacherInnen der erste einfache Deutsch-Unterricht auf den Bierbänken am Eibacher Bahnhof statt und die kath. Pfarrgemeinde stellte ihren kleinen Gemeindesaal ebenfalls für diesen Unterricht zur Verfügung. Bei der DJK-Eibach gab es eine eigene Flüchtlingsfußballmannschaft genannt DJK Duali. Um den Kindern nach einer oft traumatischen Flucht von Anfang an ein wenig Freude zu bereiten, haben unsere Helferinnen bereits in der SSG-Turnhalle, danach im Saal von Regens Wagner und in einem Raum der AWO in der Werkvolkstraße mit den Kindern gespielt und ihnen Spielsachen gebracht. 

Viele Bürgerinnen und Bürger aus dem Stadtteil fanden sich regelmäßig im Gemeindesaal der evang. Kirchengemeinde zusammen, um knapp drei Jahre dort beim regelmäßigen Café International Kontakt mit den Neuankömmlingen aufzunehmen, die ersten deutschen Worte beizubringen und mit den Kindern zu spielen und zu malen. Die Eibacher und Maiacher spendeten dafür leckere Kuchen und luden zu Kaffee und Tee ein. Im ersten Jahr wurde der Gemeindesaal oft mit 70 – 80 Menschen besucht. Eine Gruppe Begleiterinnen und Begleiter zu Ämtern und Ärzten entstand. Mit zunehmender Aufenthaltsdauer und damit verbundenen Verlegungen der Geflüchteten von den Erstunterkünften in andere Unterkünfte der Stadt oder des Landkreises kamen weniger Menschen zum Café International.

Die 2015 und 2016 für die große Anzahl von Geflüchteten aus der Not heraus schnell angemieteten Unterkünfte konnten nun nach und nach wieder aufgelöst werden. Lange Jahre gab es nur die Gemeinschaftsunterkünfte in der Eibacher Hauptstraße und der Wertachstraße. Während in der Eibacher Hauptstraße sich die Geflüchteten bei Fragen an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Sozialverbänden wenden konnten, waren unsere Helferinnen und Helfer in der Wertachstraße zu Beginn viele Monate die einzigen Ansprechpartner für Flüchtlinge. Die Menschen lebten längere Zeit (oft bis zu 3 Jahre) in diesen Gemeinschaftsunterkünften, so dass es möglich war, persönliche Beziehungen zu knüpfen,  kontinuierlich Deutsch und Nachhilfe aufzubauen und auch die Entwicklung von Kindern zu begleiten. Neben Deutsch und Spielen mit Kindern gab es Kochabende, Kindertanzen, Malen, Jazzgymnastik und Feste.

Unser Herr Krämer führte über fast drei Jahre ein sehr erfolgreiches Fahrrad-Projekt durch, bei dem unter seiner Anleitung auch Geflüchtete in seiner Fahrradwerkstatt gespendete Räder auf Vordermann brachten und verkehrssicher den Menschen in den Unterkünften zur Verfügung stellten. Dieses Projekt wurde finanziell zuerst durch die Stadt Nürnberg und danach durch die Malteser getragen. Ohne vor allem die andauernde Unterstützung der Stadt Nürnberg schon von Beginn der Fluchtbewegung an oder auch durch viele andere wie Kirchengemeinden, Firmen, Parteien, Speditionen und natürlich Privatpersonen wären viele wesentliche Bestandteile unserer Hilfe nicht möglich gewesen (z.B. Technik und Material für den Deutsch-Unterricht, Geld- und Sachspenden, kostenlose Transporte etc.). Die evang. Kirchengemeinde hat ein Spendenkonto, auf das man gerne Geld überweisen kann, von dem wir einen Teil unserer Ausgaben für unsere ehrenamtliche Arbeit  bestreiten können. Auch von umliegenden Schulen wurde durch Unterstützung Kinderbetreuung und wird bis heute durch Spendenaktionen geholfen.

Als 2022 Russland die Ukraine überfiel, setzte das eine riesige Fluchtwelle nach Westen in Gang. Innerhalb weniger Tage kamen ca. 1,5 Millionen Mütter, Großmütter mit Kindern und Enkeln nach Deutschland, sehr schnell auch viele in die ANKER-Dependance Wertachstraße. Innerhalb weniger Tage brauchten wir Helferinnen und Helfer, die für sie da waren  –  als ÜbersetzerInnen und AnsprechpartnerInnen in dieser bedrängenden Situation. Danke allen, die hier rasch zur Stelle waren. Ganz schnell reagierten die Bürgerinnen und Bürger unseres Stadtteils und darüber hinaus auf unsere Spendenbitten nach Kleidung, Schuhen, Baby-Nahrung und Sanitär-Artikeln.  Innerhalb zwei Wochen bekamen wir soooo viele Spenden, dass die Turnhalle, die uns von Regens Wagner wiederum freundlicherweise kostenlos zur Verfügung gestellt wurde, schnell voll war. Spontan fanden sich 10 „Sortiererinnen“, die diese riesige Menge an Spenden wegen des dringenden Bedarfs auch über viele Stunden superschnell in einem ersten Durchgang sortierten, damit sie innerhalb von wenigen Tagen an die ukrainischen Frauen und Kinder abgegeben werden konnten. Die ukrainischen Flüchtlinge blieben jedoch nur wenige Monate in Eibach/Maiach.

Und der wichtigste Faktor der Hilfe: 

SIE ALLE, DIE VIELEN MENSCHEN, DIE SICH FÜR DIE GEFLÜCHTETEN EINGESETZT UND IHNEN DURCH PERSÖNLICHES ENGAGEMENT GEHOLFEN HABEN UND NOCH HELFEN. In den Hoch-Zeiten waren dies bis zu 150 Helferinnen und Helfer, heute  – auch bedingt durch die Corona-Zeit –  besteht der Helferkreis noch aus ca. 45 – 50 Aktiven, ein Drittel davon regelmäßig im Einsatz.  Ungefähr 15 – 20 Geflüchtete, die meisten aus der Türkei, einige aus Syrien, dem Irak, dem Iran, vor wenigen Jahren oder erst kürzlich nach Deutschland gekommen stießen vor einem knappen Jahr zu uns. Ein wesentlicher Bestandteil der heutigen Hilfe muss heißen:     REFUGEES FOR REFUGEES  wie ein wunderbares Projekt einer Nürnberger Stiftung lautet. „Alte“ Geflüchtete, die ihre Erfahrungen und Tipps an Neuankömmlinge weitergeben oder sich in laufenden gemeinsamen Projekten einbringen.

Aktuell gibt es in Eibach und Maiach zwei ANKER-Dependancen der Erstaufnahme Zirndorf in der Wertach- und Isarstraße. Wir helfen mit Kleidung, Schuhen, Schulmaterial, Spielsachen, geben Erstunterricht in Deutsch (Kindern und Erwachsenen), bieten den vielen Kindern regelmäßig einen Spiel- und Bastelnachmittag an, bei dem die Kinder die Belastung und negativen Erfahrungen der Flucht ein wenig vergessen können und einfach nur Spaß haben. Leider haben wir zu wenige Helferinnen und Helfer, die sich zutrauen, einen Nachmittag mit Kindern verschiedenen Alters und verschiedener Sprachen zu gestalten oder angeleitet mitzugestalten. Auch Menschen, die Geflüchteten die ersten einfachen deutschen Wörter beibringen möchten, fehlen. Spiel- und Unterrichtsmaterial ist vorhanden.  Durch den raschen Wechsel der Bewohner in einem ANKER-Zentrum bleibt leider keine Zeit für den Aufbau von Beziehungen oder einen kontinuierlich aufbauenden Unterricht. Unsere Kleiderkammer/unser Spendenteam braucht seit Jahren das gleiche:  Kleidung und Schuhe für Flüchtlinge, vor allem Jeans, Sweatshirts und Jacken für Männer und Kinder in allen Größen. Sehr dankbar sind wir seit Jahren auch für großzügige Spenden des Vereins Charity Cat e.V. aus Herzogenaurach, von dem wir mehrmals im Jahr Kleidung und Schuhe erhalten.

Gestatten Sie mir noch eine persönliche Bemerkung:  Ich bin zutiefst dankbar, dass ich in den zurückliegenden 10 Jahren durch das Engagement im Helferkreis viele wunderbare Menschen kennengelernt habe, die ich auch als jahrzehntelange Eibacherin vorher nicht kannte und die mein Leben bereichern. Möchten Sie nicht auch diese Erfahrung machen? Wir freuen uns über jede Unterstützung.

Ihre  Renate Hacker, Organisationsteam Helferkreis Eibach-Maiach

Aktueller Spendenbedarf

Die beiden ANKER-Dependancen in Eibach sind seit vielen Monaten voll belegt. Dabei sind die Menschen von wenigen Wochen bis zum einem halben Jahr im ANKER und werden dann meist in Anschlussunterkünfte verlegt. Wir tun unser Möglichstes, die Geflüchteten in dieser kurzen Zeit zu unterstützen. Neben Deutsch-Unterricht, Schulmaterialien und Hausaufgaben-Hilfe versorgen wir die Kinder mit dem Nötigsten an Kleidung und Schuhen. Und wir versuchen, den Kindern in ein paar Stunden Kinderbetreuung pro Woche Freude und Spaß in ihr Leben zurück zu bringen.

Für all diese Aufgaben sind wir natürlich auf Ihre/eure Spenden angewiesen.
Was wir neben Außenspielsachen (übliche Ballspiele und besonders Springseile kurz und lang, Pedalos sowie ein Schwungtuch und eine Ballpumpe) für Kinder IMMER brauchen sind Schulsachen (Lineale, Malkästen, möglichst gefüllte Federmäppchen, Kugelschreiber, Büchertaschen und Rucksäcke für ältere SchülerInnen)  sowie GROSSE Einkaufstaschen zum Verpacken von Kleidung und Schuhen zur Übergabe an die Geflüchteten.

Bald ist der Winter vorbei und die Kinder in unseren ANKER-Dependancen freuen sich dann über Frühjahrs- und Sommerkleidung von Größe 98 – 172. Auch Sommerschuhe ab Größe 24 aufwärts werden gebraucht.

Vielleicht stöbern Sie in Erwartung wärmerer Tage ja auch schon ein wenig in den Schränken: passt die Kleidung Ihren Kindern noch oder sind herausgewachsen? Es wäre schön, wenn Sie den Flüchtlingskindern die gut erhaltenen gebrauchten Kleidungsstücke oder Schuhe spenden könnten.

Und für unser in kürze anlaufendes neuestes Projekt suchen wir gut erhaltene A4-Ordner – wenn möglich sogar mit Blanko-Register. Wir wollen 2 x im Monat Geflüchtete dabei anleiten und unterstützen, ihre Papierflut an persönlichen Unterlagen in eine gute Ordnung zu bringen. Vielleicht möchten Sie persönlich dabei sogar helfen?

Schicken Sie uns ein Mail an kontakt@helferkreis-eibach-maiach.de  oder sprechen Sie auf unseren Anrufbeantworter unter 0911 92919146. Wir melden uns bei Ihnen und teilen mit, wann und wo Sie die Spenden abgeben können. 

Sollten Sie keine Sachspenden für uns haben, aber trotzdem die Flüchtlingsarbeit in Eibach und Maiach unterstützen wollen, können Sie das gerne auch tun über eine

Geldspende auf das Konto der Evang.luth.Kirchengem.Eibach
VR Bank Nürnberg DE83 7606 9559 0001 5964 89
Verwendungszweck: Flüchtlingsarbeit

Wenn Sie eine Spendenquittung benötigen, machen Sie bitte einen
entsprechenden Vermerk auf der Überweisung –

Herzlichen Dank.

Wichtiger Hinweis für Vertreter*innen offizieller Stellen

Der Helferkreis Eibach-Maiach koordiniert Hilfe und Selbsthilfe für Flüchtlinge in den Nürnberger Stadtteilen Eibach und Maiach.

Wir sind NICHT Träger und Ansprechpartner für die ANKER-Dependance Wertachstraße. Das ist der ANKER Mittelfranken, erreichbar unter der Rufnummer 0911/9693-0.

Bitte nutzen Sie unseren Anrufbeantworter ausschließlich, um den Helferkreis mit Kleiderspenden oder durch persönliches Engagement zu unterstützen.

Vielen Dank.

Spontaneität ist alles, oder: Wie plant man, wenn man nichts planen kann?

Während andernorts schon wieder Containerdörfer errichtet und Notunterkünfte bereitgestellt werden, geht es in der Anker-Dependance in Eibach vergleichsweise ruhig zu. Seit Wochen schon ist das Gebäude in der Wertachstraße nur zur Hälfte oder maximal zu zwei Dritteln belegt. Anfang Mai 2023 kommen die hier untergebrachten Menschen zu einem sehr großen Teil aus der Türkei und Syrien. Weitere Herkunftsländer sind Belarus, Tadschikistan und auch immer wieder Kuba. Ukrainische Geflüchtete werden nur noch in Ausnahmefällen im Ankerzentrum untergebracht, da sie seit mittlerweile über einem Jahr gleich nach ihrer Ankunft eine Aufenthaltserlaubnis in Deutschland beantragen können.

In den ersten Monaten des Jahres 2023 hatten wir es bei den neu Ankommenden fast ausschließlich mit männlichen Geflüchteten zu tun. Sie stellen immer noch die deutliche Mehrheit, allerdings suchen nun auch wieder häufiger Familien in Eibach Schutz. Nach wie vor ist die Fluktuation hoch, was die Arbeit für den Helferkreis enorm erschwert. Ganz deutlich zeigt sich das beispielsweise an der Kinderbetreuung, die wir einmal wöchentlich im Ankerzentrum anbieten. Jungen und Mädchen, vom Kleinkind bis zum Teenager, sollen hier für eine kurze Zeit dem Alltag entfliehen und ihre Sorgen vergessen können. Dabei wissen wir vorab nie, wie viele Kinder kommen werden und welcher Altersgruppe sie angehören. So muss von Woche zu Woche spontan entschieden werden, was zum Einsatz kommt: Badminton, Fußball oder Bobby Car? Bauklötze oder Memory? Wachsmalkreiden oder Aquarellfarben?

Oft werden die Kinder auch von Mama oder Papa begleitet, die die Gelegenheit nutzen, um mit Vertreter*innen des Helferkreises ins Gespräch zu kommen. Wenn weder Deutsch noch Englisch gesprochen wird, greifen wir auf den digitalen Übersetzer im Smartphone zurück oder verständigen uns mit Händen und Füßen, Mimik und Gestik.  

Daneben betreiben wir weiterhin eine kleine Kleiderkammer, aus der wir neu Angekommene mit dem Nötigsten versorgen. Auch das Sammeln von Kleidung und Schuhen, Rucksäcken und Spielzeug allerdings gestaltet sich nicht gerade einfach, wenn man nicht weiß, welche Größen und Artikel in der kommenden Woche am dringendsten benötigt werden. Unseren Bedarf veröffentlichen wir deshalb auf unserer Webseite unter https://helferkreis-eibach-maiach.de/category/bedarf/ und passen die Angaben kurzfristig an. Derzeit nehmen wir bevorzugt Sommerkleidung für Männer an, vor allem Hosen, und Jacken. Auch Rucksäcke können wir immer gebrauchen.

Die ehemalige Gemeinschaftsunterkunft in der Maiacher Isarstraße hat die Regierung von Mittelfranken nun in eine weitere Anker-Dependance der Erstaufnahmeeinrichtung Zirndorf umgewandelt. Das Gebäude ist auf gut 100 Personen ausgelegt und derzeit nicht voll belegt. Aus personellen Gründen schaffen wir es zur Zeit leider nicht, auch diese Unterkunft zu betreuen.

Wer unsere Arbeit unterstützen will, ist herzlich willkommen! Je nach persönlichem Interesse und Zeitaufwand lässt sich sicher ein Bereich finden, in dem man sich für geflüchtete Menschen in Eibach einsetzen und daraus jede Menge persönliche Befriedigung ziehen kann. Für ein persönliches oder telefonisches Gespräch sind wir immer offen!  Kontakt:

Per E-Mail: kontakt@helferkreis-eibach-maiach.de

Telefonisch: 0911/9291-9146 (Anrufbeantworter, wir rufen zurück.)