Helfertreff im Juni 2018

Wer sind die Leute, die den Flüchtlingen helfen?  Da muss es doch neben dem Organisationsteam noch mehr Menschen geben.

Treffen am 01.06.2018 (zwei Helfer waren zum Zeitpunkt der Aufnahme noch nicht anwesend)

Für alle, die sich dem Helferkreis zugehörig fühlen und gerne regelmäßig über ihre Erfahrungen, Erlebnisse oder auch Probleme im Ehrenamt mit anderen Helfern reden möchten, gibt es einen festen Termin:

An jedem 1. Freitag im Monat von 16.00 – 18.00 Uhr im Foyer des evangelischen Gemeindehauses in der Eibacher Hauptstraße 61

Wir trinken Kaffee oder Tee miteinander und tauschen uns   – meist sehr lebhaft –  untereinander aus.

Na, haben Sie nicht auch Lust, mal zu kommen und zu erzählen oder einfach Neues zu erfahren?

Renate Hacker
Organisationsteam Helferkreis Eibach-Maiach
kontakt@helferkreis-eibach-maiach.de
www.helferkreis-eibach-maiach.de

Veränderungen bei den Flüchtlingsunterkünften

Im Herbst 2014 kamen die ersten Flüchtlinge nach Eibach-Maiach in die Unterkünfte Hotel am Hafen, Eibacher Hauptstraße (ehemaliges Alten- und Pflegeheim) und Pommernstraße (unbegleitete minderjährige Flüchtlinge). Auch die Turnhalle des Schulzentrums Südwest war im Herbst 2015 einige Monate Notunterkunft. Im Sommer 2016 standen die städtische Gemeinschaftsunterkunft in der Isarstraße und die staatliche Unterkunft Wertachstraße vor der Eröffnung. Eine kleine Unterkunft für nur 17 Personen wurde in der Rötenbeckstraße belegt.

Dann gingen die Flüchtlingszahlen zurück. Die unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge verließen die Pommern- in Richtung Regensburger Straße. Das Hotel am Hafen wurde nicht mehr als Wohnraum für Geflüchtete genutzt, die Isarstraße wurde nicht eröffnet. Nach und nach füllte sich jedoch die staatliche Gemeinschaftsunterkunft in der Wertachstraße.

Bis zum 30.6.2018 steht nun die Schließung der Gemeinschaftsunterkunft in der Eibacher Hauptstraße an. Dort waren wegen der behindertengerechten Einrichtung vor allem Familien mit einem kranken Familienmitglied untergebracht. Die Bewohner werden nun auf andere städtische Häuser in Nürnberg verteilt werden.

Da besonders Kinder aufgrund traumatischer Erlebnisse der Vergangenheit eine sehr schwere Zeit durchleben mussten, ist es sinnvoll, dass Familien, deren Kinder in unserem Stadtteil oder der näheren Umgebung KiTas oder Schulen besuchen, in der Nähe bleiben können. Das erspart den Kindern einen Wechsel von Schule oder Kindergarten. Daher wird nun das Haus in der Isarstraße 12 mit einer geringen Anzahl von Geflüchteten belegt werden. Nach uns bisher vorliegenden Informationen sollen es 20-30 Personen sein, die das Bayr. Rote Kreuz als Sozialverband betreuen wird.

Der Helferkreis wird auch in der Isarstraße aktiv sein. Gerne können Sie sich uns anschließen. Wir freuen uns immer über Unterstützung.

Bitte nehmen Sie die neuen Nachbarn offen und freundlich auf. Ganz herzlichen Dank dafür, dass Sie ihnen helfen, sich in Maiach und Umgebung zurecht zu finden.

Renate Hacker
Helferkreis-Eibach-Maiach

Adieu Café International

Fast 2 ½ Jahre war das Café International ein regelmäßiger Treffpunkt für Geflüchtete.

In den Zeiten des Camps (Unterbringung Schulturnhalle SSG) trafen sich über Monate zwischen 60 und 90 Personen im großen Saal der Johannes-Gemeinde.  

Mit der Zeit wurden die Teilnehmer weniger, so dass in den letzten Monaten das Foyer des Gemeindehauses für die Treffen ausreichte. Einige Helfer/innen, nur vereinzelt noch Geflüchtete – so sah es zuletzt jeden 2. Freitag im Monat aus.  

Wir danken der evang. Gemeinde in Eibach sehr dafür, dass sie uns über 2 ½ Jahre ihre Räumlichkeiten für das Café  zur Verfügung gestellt hat und so eine Anlaufstelle zum Kennenlernen und zum Austausch in schwerer Zeit möglich gemacht hat. Auch das Helferteam Café hat die Menschen mit offenen Armen empfangen, mit Kuchen, Getränken, Spielen und Gesprächen für ein herzliches Willkommen und eine warme Atmosphäre gesorgt. Wie wertvoll das in den ersten Monaten für Menschen war, die Tag und Nacht auf der Flucht unterwegs gewesen waren und viele schreckliche Erlebnisse mit sich trugen, können wir wohl gar nicht ermessen.


Ein Dank auch an alle Helferinnen und Helfer, an alle Interessierte, die immer wieder am Freitag Nachmittag so eine Begegnung gesucht haben, die Gebäck oder Orangen mitgebracht haben, mit den Kinder gespielt  und  oft mit Händen und Füßen Kontakt aufgenommen und das Erlernen der deutschen Sprache voran gebracht haben  –  Basis für den gemeinsamen Weg der Integration, den wir zusammen  nun  mit anderen Mitteln und neuen Ideen verfolgen wollen.

Malteser Infoveranstaltung in der Gemeinschaftsunterkunft Wertachstraße

Wer ist bei Unfällen oder im Krankheitsfall für mich zuständig? Welche Geräte sind im Rettungswagen dabei und wo geht eigentlich das Blaulicht an? Ein Wochenende im Oktober nahm sich ein Team der Nürnberger Malteser Zeit, um Geflüchteten das deutsche Gesundheitssystem zu erläutern.

Pascal Fellinger von den Nürnberger Maltesern informiert Geflüchtete

Während die Erwachsenen noch mit der Theorie beschäftigt waren, erkundeten die Kinder längst die Praxis. Wann hat man schon einmal Gelegenheit, in die Rolle eines Rettungssanitäters zu schlüpfen?

 

Sollten wir ihre Hilfe mal benötigen, sind wir bei den freundlichen Maltesern in den besten Händen, das war nach dem lehrreichen Wochenende klar. Möglicherweise möchte der ein oder andere der großen und kleinen Zuschauer aber auch selbst aktiv werden und das Team der Eibacher Rettungswache bei seinen vielseitigen Aufgaben unterstützen.

Eindrücke vom Sommerfest 2017

Kinderschminken und Malen, Dosenwerfen und Tanzen – am Samstag, dem 15. Juli gab es jede Menge Programm für Groß und Klein auf dem Freigelände der Gemeinschaftsunterkunft.

So vielseitig wie das Unterhaltungsprogramm war auch das Speisenangebot mit internationalen Spezialitäten aus den Heimatländern der Geflüchteten.

Zusammen mit Bewohnerinnen und Bewohnern feierten zahlreiche Gäste und die Mitglieder des Helferkreises ein gelungenes Sommerfest.

Auszeichnung für Eibacher Flüchtlingshelfer

Dank seines unermüdlichen Einsatzes waren Geflüchtete in Eibach und Maiach von Anfang an mobil: Der begeisterte Fahrradbastler Walter Krämer hat inzwischen wohl an die hundert alte Drahtesel wieder fahrtüchtig gemacht und an Erwachsene und Kinder aus den Gemeinschaftsunterkünften weitergegeben. In seiner Hobbywerkstatt in der eigenen Garage werden ausrangierte Modelle mit viel Fachwissen und Liebe zum Detail wieder zum Leben erweckt.

Den Geflüchteten erleichtern die Zweiräder den Weg in Kindergarten und Schule, zum Arzt oder zum Einkaufen. Für sein Engagement hat der ehemalige Verwaltungsbeamte nun den Ehrenwert-Preis der Universa-Versicherung erhalten.

 

Verständnis geht durch den Magen

1. Kochabend erfolgreich

Nach knapp zwei Monaten Planungsphase ist es endlich so weit. Am Samstag den 29.10. trifft sich das Team (das aus 8 Ehrenamtlichen unterschiedlichsten Alters und Kochkünsten besteht) vor dem Eingang der Gemeinschaftsunterkunft Wertachstraße. Bereits die Personalausweise gezückt hoffen wir nicht allzu lange im Check-In der Security verweilen zu müssen. Glücklicherweise verläuft alles schneller als gedacht.

Und schon gilt es die nächste Hürde zu nehmen. Etliche Kisten mit Kochutensilien und Zutaten müssen in den zweiten Stock verfrachtet werden. Dank dem – dort existierenden Aufzug und starken Helfern ist diese Aufgabe ebenso ohne Probleme bewältigt. Bereits beim Vorbereiten des Esszimmers erhalten wir Besuch. Einige neugierige Nasen werden zur Tür hineingesteckt.
„Was macht ihr da? Was passiert da?  – Ich glaub, da gibt es Essen, lecker!

So müssen wir auch gar nicht unser – vorher zurechtgelegtes – Konzept anwenden von Tür zu Tür zu gehen und zu motivieren. Es läuft wie am Schnürchen.

Bevor er losgehen kann werden wir, das Team, erst einmal mit leckerem Kaffee verwöhnt. Es folgt eine kurze Einleitung. Dann kann es bereits losgehen.Bald ist der Raum voll und überall wird tüchtig geschnippelt, gewürzt und abgeschmeckt. Die ersten leckeren Gerüche ziehen vorbei und die Vorfreude steigt. Der Kindertisch bereitet den Obstsalat zu und ist dabei nicht zu stoppen. Bald türmt sich ein gigantischer Obstsalat auf unserem Tisch – Aber lecker war er!

Auch wenn am Ende das Timing einige Macken aufwirft und die Nudeln mit Rote-Bete-Sauce schon etwas weich geworden sind, weil sie auf die herausbratenden Sellerieschnitzel warten mussten, ist es doch ein alles-in-allem schmackhaftes Abendessen geworden. Während dem Verspeisen unserer sechs Gerichte ergeben sich interessante Gespräche. Eine kleine Gruppe aus Aserbaidschan ist bereits mit der Planung des nächsten Themenabends beschäftigt und diskutiert über die schmackhaftesten Gerichte, die es sich zu kochen lohnt. Am Nachbartisch wird bekräftigt, dass die irakische Küche nicht zu toppen sei und ihr deshalb auch logischerweise ein Themenabend gewidmet werden muss. Wir, die acht Ehrenamtlichen, sitzen dazwischen, erschöpft aber glücklich und freuen uns, dass unser Vorhaben ein Erfolg geworden ist.

Wir, das Team, möchten uns noch für die Unterstützung unseres Projekts bedanken. Zum einen möchten wir der Gemeinde der Johanneskirche danken, die uns mit einer Gemüsespende aus dem Erntedankgottesdienstes unterstützt hat. Auch möchten wir den ehrenamtlichen Deutschlehrerinnen der Wertachstraße danken, dass sie uns ihre Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt haben wir haben auch brav wieder aufgeräumt. Und danke auch der Leitung der Gemeinschaftsunterkunft Wertachstraße, die dem Pilot-Kochabend zugestimmt hat. Alle Köche und Köchinnen waren am Abend platt, aber erfüllt von dem Gefühl einer wunderbaren Begegnung zwischen Einheimischen und neuen Nachbarn. Fortsetzung folgt!

Zur Reflexion des ersten Abends und weiterführenden Planung des Projekts trifft sich das Kochteam am Freitag, den 18.11. im Cafe International im Gemeindehaus der Johanneskirche in Eibach.

Interessenten, die gerne auch ein Teil des Kochteams werden wollen, sind herzlich eingeladen.

Jannika Brunner (für das Koch-Team)

Ehre wem Ehre gebührt…

Unser Ministerpräsident gab vor Monaten die Richtung vor: „Das Ende der Willkommenskultur ist notariell besiegelt“.
Hinterbänkler und Beamte zogen zwischenzeitlich nach.