Weitere Unterstützung gesucht

In Eibach und Maiach gibt es derzeit 3 Unterkünfte für Geflüchtete.

Überall finden Deutschkurse statt, die von Ehrenamtlichen angeboten und durchgeführt werden. Damit dies noch häufiger möglich ist, wäre es sehr schön, wenn sich noch  Helfer fänden, die das Deutsch-Team verstärkten.

Wir arbeiten im Wesentlichen mit den Materialien des Hueber-Verlages und gehen spielerisch vor. Das Wichtigste für unsere „Schülerinnen und Schüler“  ist dabei der Bezug  zu ihrem Alltag. Wir ermutigen die Menschen dazu, Deutsch vor allem viel zu sprechen und die Sprache in einer freundlichen Atmosphäre zu üben.

Und nicht zuletzt lernen die Schülerinnen und Schüler durch den regelmäßigen Kontakt im Deutsch-Unterricht unsere für sie fremde Welt besser kennen und verstehen.

Eine Anzahl  Kinder  in den Unterkünften  hat noch keinen Kindergartenplatz oder ist jünger als drei Jahre.  Für diese Kleinen ist die Kinderbetreuung durch Helferkreis-Teams (jeweils 2 Personen)  ein Lichtblick im tristen Alltag, den wir leider bisher mangels „Personal“ viel zu wenig anbieten können. Dabei sind freundlich ausgemalte und mit kindgerechtem Mobiliar ausgestattete Räume sowie ausreichend gutes Spielmaterial vorhanden. Wäre es nicht eine schöne ehrenamtliche Aufgabe, diesen Kleinen, die sooo viel schon sehen und erleben mussten,  1 – 2 Stunden die Woche zu schenken und dadurch zusätzlich vielleicht den Müttern zu ermöglichen, am Deutsch-Unterricht teilzunehmen?

Das Deutsch-Team um Sandra Steifer und das Kinderbetreuungsteam um Heike Schreiber würden sich über Verstärkung durch Sie riesig freuen. Wenn Sie noch Fragen haben oder sich entschlossen haben zu helfen, schreiben Sie uns unter kontakt@helferkreis-eibach-maiach.de oder rufen Sie an unter 0911 9291 9146 (Anrufbeantworter). Unsere Team-Koordinatorinnen Sandra oder Heike melden sich bei Ihnen.

Probieren Sie es mal mit ehrenamtlicher Hilfe! Es ist gar nicht schwer. Und unsere netten Teams helfen zusammen und helfen anderen.  Sie werden spüren, wie viel Dankbarkeit Sie erfahren und wie befriedigend diese Arbeit ist. 

Für ein besseres Verständnis

Verständnis setzt Verständigung voraus. Deshalb ist eine der wichtigsten Aufgaben, an denen wir Helfer mitwirken können Sprachbarrieren zu überwinden und eine Basis zur Verständigung zu schaffen. Natürlich interessieren sich die meisten Hilfesuchenden die in Deutschland angekommen sind dafür die deutsche Sprache zu lernen – aber auch hierfür braucht es eine gemeinsame Basis. Gerade bei Menschen die kein Englisch sprechen ist dies oft sehr schwierig.

Doch es gibt einige recht nützliche Hilfen, die wir hier vorstellen möchten:

ICOON- kommunizieren mithilfe von Piktogrammen

Eine bewährte Möglichkeit zur Kommunikation sind Piktogramme. Die kostenlose App „ICOON for refugees„ (verfügbar für Android, iOS und Blackberry) unterstützt die persönliche Kommunikation durch eine umfangreiche Sammlung an Piktogrammen, die in Kategorien wie Kleidung, Hygiene, Gesundheit, Geld, Freizeit, Unterkunft, Behörden usw. gegliedert ist. Wer nicht über ein Smartphone oder Tablet verfügt, der kann auch eine gedruckte Ausgabe für 20,- bestellen.

Weitere Infos zu Icoon: ICOON for refugees

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Die Deutsche Sprache – Erste Schritte

Die Vorsitzende des Flüchtlingshilfe München e.V (http://fluechtlingshilfe-muenchen.de/) Ursula Baer hat zusammen mit der Graphikerin Ursula Harper ein Lehr- & Lernheft für den Einstieg ins Deutsche mit Alltagsbezug entwickelt. Es gibt acht Versionen zum Herunterladen auf der Webseite : Es stehen Versionen für Englisch, Arabisch, Farsi, Dari, Tigrinisch, Französisch und Somali.

Als hilfreich erweist sich auch die Vokabelliste mit Übersetzungen von Deutsch in Englisch, Arabisch, Urdu, Farsi, Französisch, Pashto, Tigrinya und Kurdisch, die als PDF heruntergeladen werden kann.

Kennen Sie weitere nützliche Sprachhelfer? Wir freuen uns auf Ihren Kommentar

St.Walburga stellt Räume für Deutschunterricht zur Verfügung

Deutschunterricht für Asylbewerber hat begonnen

Fotos: Keil

Letzte Woche hat der Deutschunterricht für Asylbewerber in den Räumen von St.Walburga begonnen. Fünf Gruppen mit maximal zehn Personen treffen sich in der Regel am späten Vormittag im kleinen Pfarrsaal, um erste deutsche Wörter  zu lernen und danach einfache Ausdrucksweisen im Flüchtlingsalltag  zu üben.

Die Kurse werden jeweils von zwei Ehrenamtlichen geleitet. Die Koordination der Deutschkurse liegt in den Händen von Frau Brigitta Freckmann.

Flüchtlinge lernen deutsch

Mein Name ist Louise H. (15) und ich möchte gerne von meinen Erfahrungen berichten, die ich seit mehreren Wochen mit den Menschen aus fremden Ländern in unserer Heimat gemacht habe.

Als am 11. September 2015 die ersten Flüchtlinge bei uns in der Turnhalle der Peter-Henlein-Realschule/des SSG eingezogen sind, war ich mittags gleich mit meiner Mutter dort, um das Mittagessen an die Flüchtlinge zu verteilen.

Schon bei der Ankunft erkannte ich einen jungen syrischen Flüchtling wieder, der mir die Tage zuvor bereits in Schwabach in der Kleiderkammer begegnet ist. Ich sprach ihn sofort an.

Zwei Tage später, am Sonntag, waren meine Mutter und ich wieder am Camp (so nennen die Flüchtlinge ihre Übergangsunterkunft), um Familien abzuholen, um ihnen den Weg zum Forstweiherspielplatz zu zeigen. Menschen aus ca. 7 Familien kamen mit uns und so ergaben sich die ersten Kontakte, die ersten Gespräche (viele Syrer und Iraker sprechen Englisch) und es war eine schöne und lockere Atmosphäre. Gleich kamen die ersten Anliegen nach einem Buggy, weil der 3-jährige Sohn nicht gut laufen kann und die Frage, ein Buch zu besorgen über deutsche Grammatik für Araber…

Da kam ich auf die Idee, den Menschen dort – zumindest einer kleinen Gruppe von ihnen – Deutsch zu unterrichten. Seitdem treffe ich mich mehrmals die Woche mit ca. 7 Syrern und Irakern am Kiosk am Bahnhof und bringe ihnen die ersten Worte und Standardsätze bei. Ich bereite Arbeitsblätter vor in deutscher und arabischer Sprache und ein Flüchtling, der gut Englisch kann fungiert als Dolmetscher während des Unterrichts. Bei jedem Treffen machen wir einen Termin für die nächste Lerneinheit aus und es klappt ganz prima! Die Flüchtlinge erwarten mich meist schon erwartungsvoll wenn ich komme. Manchmal unterstützt mich mein Cousin Lukas, aber auch wenn dieser keine Zeit hat, fühle ich mich wohl unter den jungen Flüchtlingen. Sie behandeln mich sehr respektvoll.

Gestern ist sogar eine junge Frau zu unserer Lerngruppe gestoßen!

Leider kann ich nur einen kleinen Teil dazu beitragen, den Flüchtlingen zu helfen, sich in unserem Land besser und schneller zurechtzufinden. Die Sprache ist neben einer sicheren Unterkunft, Essen und Kleidung glaube ich erst mal das Wichtigste, was sie bekommen sollten.

Ich selbst lerne auch sehr viel durch den Kontakt mit den Flüchtlingen, es bereichert mein Leben und das meiner Familie.

(Louise H.)